Berufsfeuerwehrtag am 16.07.2011 (von Elke Elm)  

Eckental (DB 3): Samstagmorgen 7.30 Uhr - welch menschenunwürdige Zeit für einen Jugendlichen! Dennoch traten 15 Jugendfeuerwehrler am 16.07.2011 aus Brand, Eschenau und Oberschöllenbach pünktlich zum Dienstbeginn um 8.00 Uhr im Eschenauer Gerätehaus an.

So ging es auch gleich zur Sache. Die für diesen Tag zur Verfügung stehenden Fahrzeuge wurden kurz vorgestellt und für den Einsatzfall die Besetzung festgelegt. Nach einer kurzen Frühstückspause gab es eine Schulung zur Feuerwehrdienstvorschrift III. Zum Ende der Unterweisung ertönte erstmals die Alarm-Sirene.

In der Ambazacstraße musste entlang des Interimsgebäudes eine "Ölspur" beseitigt werden. Es sollte nicht die letzte für diesen Tag sein, jedoch durften bei den beiden anderen die "Großen" ran...

Zurück im Feuerwehrhaus wurde der Ölbinder wieder aufgefüllt und die Fahrzeuge einsatzbereit gemacht. Anschließend unterwiesen Bianca und Frank die Jugendlichen im Umgang mit der Drehleiter. Der Höhepunkt dieser Übung war das Abseilen mit dem Rollgliss. Langsam machte sich Hunger breit und die Mittagspause wurde sehnsüchtig erwartet.

Doch viel Zeit zum Ausruhen gab es nicht. Wiederum heulte die Sirene auf. Flüssige, brennbare Stoffe hatten eine Holzhütte in Oberschöllenbach entflammt. Mittels Vornahme eines Schaumrohres konnte der Brand abgelöscht werden.

Während des Arbeitsdienstes am Nachmittag wurden Schläuche gewaschen, Leitern überprüft und das Gerätehaus gereinigt.

Da Feuerwehrleute körperlich fit sein müssen, stand natürlich auch Sport auf dem Plan. Zum Glück durfte der Sportplatz des Gymnasiums benutzt werden. So konnte man seine überschüssige Kraft beim Fuß- oder Volleyball loswerden. Wer hoch hinaus wollte, versuchte sich am Hochsprung. Über die Technik kann man ja diskutieren, aber so lange die Stange liegen bleibt…

Am späten Nachmittag war eine Schauübung anlässlich einer Kindergartenfeier am Eschenauer Grillplatz angesetzt. Während der Anfahrt wurde echter Alarm ausgelöst. Souverän teilten sich die Beteiligten auf, so dass der Alarm abgearbeitet und die Schauübung stattfinden konnte. Die Feuerwehranwärter zeigten einem interessierten Publikum einen Löschangriff. Zuerst wurde das Wasser aus dem Tank des Eschenauer TLFs entnommen. Die Wasserentnahme aus der Steppach gestaltete sich schwieriger, da diese nur sehr wenig Wasser zu diesem Zeitpunkt mitführte. So musste erst noch aufgestaut werden, bevor aus den Strahlrohren wieder gespritzt werden konnte. Die anwesenden Kinder waren von den Wasserspielen begeistert und vor allem klatschnass. Spontan wurden die Nachwuchs-Feuerwehrler zu einem Imbiss eingeladen.

Gegen Abend musste nochmals zu einem Einsatz ausgerückt werden. Im Brander Industriegebiet wurde eine Person unter einem Hänger eingeklemmt, der weiter abzurutschen drohte. Mit einem Mehrzweckzug wurde der Hänger gesichert. Ein Hebekissen wurde eingesetzt und die verletzte Person konnte so befreit werden.

Endlich Freizeit! WII, Playsi oder einfach nur Musik hören und abhängen. So langsam zeigte der Tag seine Spuren. Jedoch war nicht wirklich an Nachtruhe zu denken. Am Grillplatz wurde ein Lagerfeuer nicht ordnungsgemäß gelöscht und flammte unkontrolliert wieder auf. Deshalb wurde die (Jugend)Feuerwehr gerufen. Aus süßen Träumen um 3.00 Uhr geweckt, hieß es ab zum Einsatz und das Feuer löschen. Kaum, dass das Ohr die Matratze berührte, hörte man wieder dieses furchtbare Geräusch der Sirene. Alle Mann im Fahrzeug? - Oh, das war nur ein Fehlalarm -  um 5.00 Uhr in der Früh!

Nach dem Frühstück war die 24-Stunden-Schicht beendet und die Jungs freuten sich allesamt auf eine Mütze voll Schlaf....

Die Betreuer und Mitwirkenden, die für die Organisation und Durchführung des Berufsfeuerwehrtages verantwortlich waren, freuten sich über den gelungenen Event und vor allem auch auf ein bisschen Schlaf!

Besonderer Dank geht

an den „Hausherren“ Heinz Horlamus, der Unterkunft und Geräte zur Verfügung stellte und selbst mitwirkte,

an die Betreuer Bianca Bier, Mariella Merz, Frank Ibler, Joe Stephan, Stefan Eckert, Sophia Karl und Franziska Pertek, die die Meute im Zaum hielten,

an alle mitwirkenden Kameraden aus den Wehren Brand, Eschenau und Oberschöllenbach, die das Jugendteam als Fahrer unterstützten oder die Einsatzszenarien vorbereiteten.

an das Versorgungsteam, das für genügend Speis und Trank sorgte.

an die Jungs selbst, dass sie so toll mitgemacht haben und somit wesentlich zum Gelingen des Berufsfeuerwehrtages beigetragen haben!  

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